Die Menschen und das Monster

Im mexikanischen Tabasco werden Dorfbewohner vom staatlichen Erdölkonzern Pemex enteignet und vergiftet. Ein Drama in sieben Akten über Macht, Ohnmacht und Hoffnung. In den Hauptrollen: skrupellose Erdölmanager, korrupte Politiker und willfährige Richter. Doch kein Stück ohne Helden. Zornige Betroffene und mutige Anwälte wehren sich. Unterstützt aus Deutschland, von MISEREOR. Von Øle Schmidt Die gute Nachricht zuerst: es besteht keine Lebensgefahr! Lorena, Efrain und die anderen werden belogen und schikaniert von den Autoritäten des Staates und des Staatsbetriebes Pemex. Doch im Unterschied zu Menschenrechtlern in anderen Teilen Mexikos werden ihnen nicht Köpfe und Gliedmaßen abgetrennt. In einem Land, in dem Auftragsmörder …

»Dann kommt die machtvolle Hand des Staates«

Papst Franziskus hätte seine helle Freude an der Arbeit des Menschenrechtszentrums CODEHUTAB im Süden Mexikos. Die Anwälte kümmern sich um die Vergessenen an der Peripherie, an die auch er das Wort richtet. Dabei haben sie es mit schier übermächtigen Gegnern zu tun, dem Erdölriesen Pemex und dem Staat, die bei ökologischen Verbrechen zusammenarbeiten. Øle Schmidt hat in Tabasco die Leiterin des Zentrums, Lorena Sanchez, getroffen. In der Gemeinde Aguilares lädt ein Subunternehmen von Pemex seit sieben Jahren hochgiftigen Müll ab. Die Menschen werden krank, ein Richter bestätigt die Kontamination und fällt dennoch bis heute kein Urteil. Ist das so, weil …

Familienangelegenheiten

Frau, Indigena, Regimegegnerin: Die anonymen Anrufer haben gleich drei Gründe, um Bertha Cáceres mit dem Tod zu drohen. Dass sie weiter in Honduras für Demokratie und gegen Staudämme kämpft, ist auch eine Verbeugung vor ihnen Ahnen. Von Kathrin Zeiske und Øle Schmidt Es ist wie der Besuch eines ungeliebten Vertrauten, der plötzlich wieder auftaucht, obwohl er nicht eingeladen ist. Jemand, der sich nicht abschütteln lässt, der Besitz ergreift, und sich in die Seele schleicht. Angst und Bedrohung begleiten Bertha Cáceres so lange sie denken kann. Doch seit dem Putsch vor drei Jahren ist es besonders schlimm.»Meine vier Kinder sind in …