»Europa hat die Menschenrechte vergessen«

Das Comeback des gestürzten Präsidenten: Manuel Zelaya steht in Honduras nach seiner Rückkehr aus dem Exil kurz vor der Zulassung seiner neuen Partei. Der frühere Vorsitzende der Liberalen sieht die Elite verantwortlich für die mehr als 200 politischen Morde in dem mittelamerikanischen Land. Einen Betrug bei den Wahlen in zwei Jahren schließt er jedoch aus. Ein Interview von Kathrin Zeiske und Øle Schmidt Herr Zelaya, wenige Monate nach der Rückkehr aus dem Exil bereiten Sie die Teilnahme Ihrer neuen Partei LIBRE an den Wahlen 2013 vor. Mit der Erfahrung des Putsches: Rechnen Sie ernsthaft damit, dass ein Sieg der Opposition …

Nun messen sie sich auf politischem Parkett

Der konservative Politiker Porfirio Lobo amtiert seit zwei Jahren als Präsident von Honduras. Sein vom Militär gestürzter liberaler Vorgänger Manuel Zelaya hat jüngst eine neue Volkspartei gegründet – zwei Jahre vor der nächsten Wahl. Eine Reportage von Kathrin Zeiske und Øle Schmidt Der Kongress würdigt die Toten. Es sind viele Namen, die der stämmige Mann auf dem Podium schon seit einigen Minuten in sein Mikrofon spricht. Die Delegierten beantworten jeden der Namen kämpferisch im Chor: »… ist anwesend!« Eine Gänsehautsituation. Internationale Menschenrechtsorga-nisationen sprechen von mehr als 200 politischen Morden seit dem Putsch gegen Präsident Manuel Zelaya im Sommer 2009. Unter …

Sie können alle Blumen abschneiden

Zwei Jahre nach dem Putsch gegen Präsident Zelaya sind die Bot- schafter von EU und Deutschland längst nach Honduras zurückgekehrt. Geblieben sind der Terror gegen Minderheiten und Oppositionelle, sowie die ungleiche Verteilung von Land. Entstanden ist eine kraftvolle Widerstandsbewegung. Von Øle Schmidt »Es bricht mir das Herz. Aber wir mussten den Befehl der Politik ausführen, und das von den Bauern besetzte Land räumen. Wir hatten keine Wahl.« Alex Madrid ist Medienoffizier der honduranischen Polizei. Und er ist geschult. Als ein Familienvater ihn unter Tränen fragt, warum sie Frauen und Kindern ihr Obdach nehmen, antwortet Madrid: »Vielen Dank für ihren Beitrag …