Die Eliten lassen töten

Die honduranische Umweltaktivistin Berta Cáceres hat ihren Einsatz für die Rechte indigener Gemeinden mit dem Leben bezahlt. Vom Staat hatte sie keinen Schutz zu erwarten – er ist in Honduras eine Quelle der Gewalt. Berta Cáceres hatte den Widerstand gegen den Bau des umstrittenen Staudammes Agua Zarca angeführt, dessen Turbinen von den deutschen Firmen Voith und Siemens geliefert werden sollen. Von Kathrin Zeiske und Øle Schmidt »Wach’ auf Menschheit, die Zeit wird knapp!«, das hatte Berta Cáceres im vergangenen Jahr in London ausgerufen, als sie den renommierten Goldman-Preis für Umweltaktivisten überreicht bekam. Dass ihr selbst nicht mehr viel Zeit bleiben …

Beenden Sie Ihr Schweigen und entschuldigen Sie sich, Kardinal Rodríguez

Die Weltkirche moralisch erneuern, ohne sich dem Terror in der Heimat zu widersetzen? Ein Kommentar von Øle Schmidt Es war der 13. März 2013, als den vielen Tausenden aus aller Herren Länder der neue katholische Heilsbringer erschien. Er kam ohne Pomp und verzichtete auf die Insignien der Macht. Mit nur wenigen Worten berührte er seine »Brüder und Schwestern«, wie er die Menschen auf dem Petersplatz begrüßte. In dieser Nacht war aus Kardinal Bergoglio Papst Franziskus geworden. Papst Franziskus Superstar! Denn Freunde wie Feinde der katholischen Kirche spürten, dass dies ein anderer Papst war, einer mit ansteckender Demut. Seitdem hat der …

Familienangelegenheiten

Frau, Indigena, Regimegegnerin: Die anonymen Anrufer haben gleich drei Gründe, um Bertha Cáceres mit dem Tod zu drohen. Dass sie weiter in Honduras für Demokratie und gegen Staudämme kämpft, ist auch eine Verbeugung vor ihnen Ahnen. Von Kathrin Zeiske und Øle Schmidt Es ist wie der Besuch eines ungeliebten Vertrauten, der plötzlich wieder auftaucht, obwohl er nicht eingeladen ist. Jemand, der sich nicht abschütteln lässt, der Besitz ergreift, und sich in die Seele schleicht. Angst und Bedrohung begleiten Bertha Cáceres so lange sie denken kann. Doch seit dem Putsch vor drei Jahren ist es besonders schlimm.»Meine vier Kinder sind in …