»Die Abhängigkeit der Frauen ist mit der Flut gestiegen«

Ein Interview mit Ayesha Shaukat von der pakistanischen Hilfsorga- nisation ICMC in Islamabad. Selbst vor Naturkatastrophen, wie der Flut in Pakistan, sind nicht alle Men- schen gleich. Etwa in Charsadda, im Nordwesten des Landes. In dem Dorf leben rund 200 afghanische Familien, die aus ihrer Heimat geflohen sind, als die Sowjets 1979 ihr Land besetzt haben. Zwar sind die Menschen vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, UNHCR, als Flüchtlinge offiziell anerkannt. Von der versprochenen Wiederaufbauhilfe der pakistanischen Regierung bleiben sie allerdings ausgeschlossen. Die Caritas unterstützt das Dorf mit einer kleinen Gesundheitsstation, mit Zelten und Trinkwasser. Øle Schmidt sprach mit Ayesha Shaukat …

»Die Lage in Pakistan ist noch immer dramatisch«

Ein Gespräch mit dem Caritas-Arzt Joost Butenop in Islamabad, fünf Wochen nach Beginn der Flut. Der 42jährige Arzt und Experte für humanitäre Einsätze bereist seit einer Woche den Norden Pakistans, zuletzt hat er mobile Gesundheitsstationen der Caritas im Swat-Tal besucht. Butenop war bereits in Simbabwe, Burma und Haiti aktiv. Seinen ersten Nothilfeeinsatz hatte er vor zehn Jahren in Afghanistan. Interview: Øle Schmidt Caritas international: Joost Butenop, fünf Wochen nach Beginn der Flut, wie ist die Situation in Pakistan? Joost Butenop: Die Lage ist zweigeteilt: Im Norden des Landes ist das Wasser bereits abgelaufen, hier ist das ganze Ausmaß der Zerstörung …

»Ich möchte kein Märtyrer meiner Disko-Religion sein!«

Unter vier Augen: Der House-DJ und Autor Hans Nieswandt hat im Auftrag des Goethe-Instituts den Nahen Osten bereist. Als Kulturbotschafter für deutsche elektronische Musik gab er Workshops für Nachwuchstalente in Bethlehem, Gaza-Stadt und Jerusalem. »Disko Ramallah – und andere merkwürdige Orte zum Plattenauflegen« heißt das Buch Nieswandts über seine mitunter skurrilen Erlebnisse während seiner zehnwöchigen Mission. Interview: Øle Schmidt Du hattest das Privileg, als erster deutscher DJ im Nahen Osten zu arbeiten. Vor deiner Dienstreise für das Goethe-Institut hast du dich gefragt, ob man in dem von Krieg geschundenen Westjordanland Platten auflegen darf. Wie fällt deine Antwort aus? Ich denke, …