Nicht jeder will ein Cleaner sein

Haiti zwölf Monate nach dem Beben: Über den Neubau einer eingestürzten Schule in den vergessenen Bergen, über eigenwillige Hilfe aus Deutschland – und über NGO’s als globale Cleaner. Von Øle Schmidt Als wir das schwere Eisentor vor unserem Wohnhaus zur Seite schieben, nickt unser haitianischer Sicherheitsmann freundlich. Dann studiert er weiter die Bibel. Neben ihm lehnt ein großkalibriges Gewehr. Es ist fünf Uhr morgens, die Hauptstadt Port–au-Prince erwacht. Wir sind auf dem Weg in das Bergdorf Coupeau, wo mit Geld der deutschen Kindernothilfe eine eingestürzte Schule neu gebaut wird. Ich begleite den Haiti-Koordinator des christlichen Hilfswerks, Jürgen Schübelin, und den …